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FC Eilenburg - VfB Auerbach

Holger  2005/02/04

FC Eilenburg – VfB Auerbach

4.2.05 NOFV Oberliga Süd
FC Eilenburg – VfB Auerbach 1:1 (0:0)
Ilburg Stadion 312 Zuschauer (ca. 25 Gäste)


Nach dem spektakulären Jahresstart (siehe Triest-Bericht) kehrte erstmal Ruhe in meine Fußballaktivitäten ein. Zum einen natürlich wegen des miesen Wetters, aber auch finanziell. Ist eben doch was anderes, wenn man Essen und Trinken selber kaufen muss, statt es von Mami serviert zu bekommen. Aber nun war ein neuer Monat angebrochen und die großzügige(?) staatliche Unterstützung auf dem Konto eingetroffen. Also sollte zumindest ne kleine Tour möglich sein. Da jedoch in der Regionalliga und in unseren Gefilden noch Winterpause ist, fiel mein Blick auf den Ostteil unseres Landes, wo die Oberliga schon Ende Januar gestartet hatte. Ich entschied mich für die Partie Dessau – Zwickau am Samstag. Durch überraschend wurde sogar ein Doppeleinsatz draus:
Freitagmittag bemerkte ich kurz nach dem Aufstehen ne SMS von Hof/Saale Markus auf meinem Handy. Ob ich Lust auf Eilenburg – Auerbach hätte…Ja, warum denn nicht. Schließlich fehlte mir auch dieser Ground noch und so würde ich ihn billig kriegen.
Freundlicherweise erklärte Markus- in Begleitung von Flo- sich sogar bereit mich um kurz vor 16 Uhr in Münchberg abzuholen (DANKE), damit ich der DB kein Geld in den Rachen werfen musste.
Meine Bedenken wegen der frühen Abfahrtszeit (Anstoß erst 19.30 Uhr) erwiesen sich aber als unbegründet. Die Hinfahrt gestaltete sich irgendwie recht zäh, und so kamen wir erst gut 1 Stunde vor Anpfiff in Eilenburg an. Dank der guten Beschilderung fanden wir das Stadion auch sofort. Doch da eine böse Überraschung: Ein Ordner kam auf und zu und wollte 1 Euro Parkgebühr. Da wir das als unverschämt empfanden, beschlossen wir auf diese Form der Aufbauhilfe Ost zu verzichten und fuhren stattdessen in der Gegend rum, um eine Parkalternative zu suchen. Da wir aber nix Geeignetes fanden, mussten wir dann doch (inzwischen hatten wir wohl den 1 Euro an Sprit verfahren) zähneknirschend doch den Euro zu zahlen. Immerhin sei das Auto so während des ganzen Spiels bewacht, so der Ordner. Diese Begründung erschien uns allerdings wenig plausibel. Schließlich war Auerbach ja nicht gerade DER Risikogegner schlechthin…
Vor dem Spiel ging es noch in die Stadionkneipe, die aber eher den Eindruck einer Baracke machte (keine Toilette!). Dafür konnte die Verpflegung im Stadion überzeugen: Roster, Steak, Frikadelle, alles sehr lecker. Der Ground dagegen eher mäßig. Eine Tribüne mit ca 10-12 Stufen, teilweise mit vermoderten Sitzschalen ausgestattet, ansonsten nur normale Bande mit Erdhäufen dahinter. Dabei waren diese Bereiche (immerhin ¾ des Stadions) für Besucher nicht zugänglich. Dies war aber egal, da sich das Zuschauerinteresse trotz erstem Flutlichtspiel in Eilenburg überhaupt sehr stark in Grenzen hielt. Überraschend, dass es- im Gegensatz zu sonstigen Ossispielen- keine Blocktrennung gab, was aber angesichts der erwähnten geringen Brisanz keine Rolle spielte.
Zum Spiel: Die abstiegsgefährdeten Gastgeber machten mächtig Dampf und gingen nach etwa 20 Minuten zurecht in Führung. Allerdings versäumten sie es diese auszubauen und so kam Auerbach kurz vor Halbzeit durch ein herrliches Freistoßtor aus über 25 Meter zum glücklichen Ausgleich. In der Halbzeit suchten wir wegen der A…kälte wieder die „Stadionkneipe“ auf. Flo und Markus gefiel es so gut darin, dass sie gleich bis zur 75 Minute hocken blieben. Für mich käme so was ja nie in Betracht. Hopping hin oder her, das Wichtigste sollte doch immer das Fußballspiel bleiben. Aber OK, das kann ja jeder machen wie er will. In der zweiten Halbzeit war Eilenburg wieder überlegen, die 2 besten Chancen hatte aber Auerbach. Nach etwa 65 Minuten verflachte das bis dahin ordentliche Spiel und es passierte nichts mehr. Der Support des Eilenburger Fanclubs „Muldenpower“ war bis auf ein paar Papierschnipselchoreografien (welch Monsterwort *g*) eher durchschnittlich, von den wenigen Gästefans war gar nix zu hören. Die meiste Stimmung machten ein paar Leute, die ausserhalb des Stadionbereichs standen und ab und zu Raketen in die Luft schossen. Danach ging es wieder gen Heimat und um kurz vor Mitternacht war ich wieder in Münchberg.
Dort noch NBA-Basketball mit Dirk Nowitzki geschaut, bevor es gegen 4 Uhr endlich ins Bett ging.
Aber die Nachtruhe war kurz, denn es stand Teil 2 der Osttour an….