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SV Friesen - Würzburger FV

Theo  2004/10/09

SV Friesen - Würzburger FV

09.10.2004
SV Friesen - Würzburger FV 1:1 (1:1)
Stadion: Frankenwaldstadion
Zuschauer: 400 (ca. 30 aus Würzburg)

Am Samstag hab ich mich noch ein bisschen als Glücksbringer betätigt und mir unseren Konkurrenten in Friesen angeschaut. Ein Bus mit WFV-Fans war auch da, der Support war lautstark, aber spärlich, was wohl mit dem Spielverlauf zu tun hatte.
Der WFV betrieb in der ersten Halbzeit eigentlich reine Schönspielerei - das allerdings können sie sehr schön, wenn man sie lässt! Bestes Beispiel war das 1:1, als Alban Ramaj sich herrlich in der rechten Strafraumhälfte freigelaufen hatte, exakt bedient wurde und aus zwar spitzem Winkel, aber sehr kurzer Distanz flach einschieben konnte. Auf ähnliche Weise kamen die Würzburger schon in der Anfangsphase zu einem leichten Chancenübergewicht, obwohl sie über weite Strecken eigentlich jegliche Aggressivität vermissen ließen. Die Friesenern (bei denen übrigens Jochen Kauper fehlte und Steffen Mahr nur auf der Ersatzbank saß) andererseits hielten von Beginn an mit Kampf dagegen, und wenn sie rechtzeitig beim ballführenden Spieler waren, schafften sie es sogar meistens, ohne Fouls den Ball zu erobern. Dadurch konnten sie ihrerseits einige Male in den WFV-Strafraum vorstoßen, ohne allerdings auch nur einen torgefährlichen Abschluss zustandezubringen. Dennoch ging Friesen nach 24 Minuten durch Gehrig in Führung, und zwar, nachdem ein Würzburger Verteidiger einem in den Strafraum eingedrungenen Friesener von hinten durch die Beine attackiert hatte und der sehr überzeugende Schiedsrichter aus Großostheim bei Aschaffenburg Elfmeter gepfiffen hatte. In der 32. Minute fiel aber schon der oben beschriebene Ausgleich. Noch vor der Halbzeit musste Würzburgs Torwart Ralf Scherbaum zum einzigen Mal im ganzen Spiel eingreifen, als er eine abgerutschte Flanke von Links, die sich sonst ins Tor gesenkt hätte, über die Latte faustete. Danach kam kein Friesener Schuss mehr aufs Tor. In der Pause müssen die Würzburger wohl einiges zu hören bekommen haben, denn danach nahmen sie den Kampf viel stärker an, wodurch sich ein streckenweise zerfahrener Schlagabtausch entwickelte, in dem den Friesenern, die diesen Stil ja von Anfang an gepflegt hatten, in der Schlussviertelstunde zusehendes die Kräfte ausgingen. Mit der nötigen Portion Glück überstanden sie aber noch einige brenzlige Situationen, unter anderem einen Pfostenschuss kurz vor Schluss, und retteten das Unentschieden über die Zeit.
Fazit: Der WFV hat zwar eine fußballerisch sehr gute Truppe, aber ich denke, wenn in den nächsten Wochen die Spielplätze vielleicht schlechter werden, geben die auch noch ein paar Punkte ab. Die Saison wird noch spannend.