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Sachsen Leipzig - Dynamo Dresden

Holger  2004/05/09

Sachsen Leipzig – Dynamo Dresden

09.05.04 Regionalliga Nord
Sachsen Leipzig – Dynamo Dresden 1:3 (0:1)
Zentralstadion 21500 Zuschauer (ca.11000 Gäste)

Oh Mann, hatte dieses WE besch.... begonnen. Als ich Freitagabend aus meinem Augsburger „Exil“ heimkehrte, erfuhr ich, dass im nächsten Monat eine finanzielle Belastung im hohen vierstelligen Eurobereich auf mich zukommen würde, die irgendwelche Fernhopping-Touren auf absehbare Zeit unmöglich machen wird(Wer jetzt Mitleid bekommen haben sollte: Ich stelle meine Kontonummer gerne für etwaige Spenden zur Verfügung *grins *)
Kein Wunder also, dass ich zunächst keinen Bock auf diese, eigentlich fest geplante, Tour hatte. Erst der Sieg von Werder Bremen über die verhassten Bauern aus München verbesserte meine Laune spürbar, so dass ich „Fahrer“ Lissi grünes Licht gab.
Also stieg ich Sonntagfrüh um 9.52 in den Zug nach Hof, wo mich Lissi vom Bahnhof abholte. Noch schnell den Benni eingeladen und die Autofahrt gen Osten konnte beginnen. Dort traten erst in Leipzig erste Probleme auf. Denn wir mussten uns durch die Innenstadt kämpfen, da die geplante Ausfahrt gesperrt war. Dort herrschte- nicht zuletzt aufgrund Massen an Dynamo-Fans- ziemliches Verkehrschaos. Doch mittels Hupduellen mit anderen Fußballfans gelang es prima die Zeit zu überbrücken und um kurz nach 13 Uhr(anstoss 14 Uhr) hatten wir uns auf einen kostenpflichtigen(3 Euro), dafür aber direkt neben dem Stadion gelegenen Parkplatz vorgekämpft.
Dann aber ging es richtig los: Auf dem Weg zum Stadion sah man zunächst nur geschlossene Kassenhäuser. Am ersten offenen war natürlich ein Riesenauflauf. Da aber noch Zeit war stürzten Lissi und ich uns mutig ins Getümmel.(Benni kam ja mit Schiriausweis umsonst rein)
Doch es zeigte sich schnell, dass es überhaupt nicht voranging (vielleicht 10 cm pro 10 Minuten). Lissi verlor die Geduld und drückte mir 15 Euro in die Hand und verdrückte sich aus der Schlange. Dort wurde die das Gedränge immer größer und die Geduld der Dynamo-Fans immer kleiner. Die Krönung war, dass sich ein Kartenverkäufer für 20 Minuten verpisste und erst eine Kiste mit neuen Karten holen musste. Unglaublich!! Und diese Stadt will Olympische Spiele ausrichten....da lach ich ja!!
Um 14.15 Uhr und nach großer Sorge um meine körperliche Unversehrtheit gelang es mir endlich 2 Karten zu besorgen. Zwar mit 10 Euro verbilligt, was aber meinen Zorn nur unwesentlich linderte. Das Stadion allerdings sieht schon geil aus. Wer Interesse hat: Auf der Homepage von Sachsen Leipzig befinden sich gute Fotos. Trotz unserer Verspätung von 20 Minuten hatten wir aber zum Glück nix wichtiges verpasst. Dafür ging es dann gleich mächtig los. Zunächst gab es Elfmeter für Leipzig(Foul war meiner Meinung außerhalb des Strafraums), wobei der Schütze aber am Pfosten scheiterte. Dresden machte es wenig später besser, indem sie einen Elfer souverän verwandelten. Kurz nach der Halbzeit kam es innerhalb von 5 Minuten zur Entscheidung. Zunächst der zweite berechtigte Elfer für Dynamo und das zweite Tor. Danach sogar das 3:0 nach einem lehrbuchmäßigen Konter. Und kurz danach sah der Leipziger Torwart nach Handspiel außerhalb des Strafraums Rot. Die Chemiker gaben zwar auch mit 10 Mann nicht auf, allerdings war nicht mehr als das 1:3 drin.
Überraschenderweise war aus der Chemie-Kurve trotzdem mehr Stimmung zu vernehmen. Der Support der Dynamo Fans war hingegen etwas mäßig, was aber wohl auch am für Regionalliga-Verhältnisse riesigem Ground, sowie an der totalen Videoüberwachung lag,
Ich ärgerte mich inzwischen schon wieder über die „hervorragende“ Organisation: Kurz nach der Halbzeit gab es –bis auf eine Ausnahme- an sämtlichen Fressbuden nix mehr. Dort war dann natürlich eine Riesenschlange. Und als ich 20 Minuten später nochmals vorbeischaute, verkauften sie doch tatsächlich Bratwurst in der Serviette(!!), da auch die Brötchen zur Neige gegangen waren. Ohne Worte......
Deshalb störte es mich auch nicht, dass Lissi über 5 Minuten eher gehen wollte, um dem Stau nach dem Spiel(über 21000 Zuschauer!) zu entgehen. Heimwärts machten wir einen Zwischenstopp bei McD., wo ich nun endlich „Futter“ bekam. Zwar verpasste ich dadurch in Hof meinen Zug, der mich gen Augsburg bringen sollte um wenige Minuten, aber egal.
Fazit: Trotz der geschilderten Widrigkeiten ein gelungener Trip!

By Holgi