Spielberichte  /  Inland

Stuttgarter Kickers - VfR Aalen

Holger  2004/03/20

Stuttgarter Kickers – VfR Aalen

Regionalliga Süd
Waldaustadion
Zuschauer : 3060 (Gäste ?)
Ergebnis: 2:0 (0:0)

Was sich im letzten Bericht vom Union-Spiel(1. Februar) schon angedeutet hatte, wurde bald bittere Realität. Meine Diplomarbeit legte jegliche Hopping-Motivation lahm. Ich plante Touren (u.a. nach Holland) und sagte sie fast noch schneller wieder ab. Und so standen zwischen beiden Spielen nur 2 Besuche von Heimspielen „meines“ Clubs(1.FCN) auf meinem Konto. Traurig, traurig....

Aber an diesem WE konnte gelang es mir, mir einen Tag Urlaub am Freitag zu erkämpfen. Und so entschied ich, zumindest mal wieder eine Tour zu machen, die bequem mit WE- Ticket funktioniert. Nachdem ich verschiedene Spielpläne durchgestöbert hatte, entschied ich mich schließlich für dieses Spiel. Allerdings brachte Lissi meine Pläne fast noch ins Wanken:
Er schrieb nämlich im Hofer Forum, dass er einen Besuch des Hessenliga-Knallers Darmstadt- Kassel plante. Hmmm, das wäre doch auch nicht schlecht.... Aber Lissi fuhr dann doch nicht, und so entschied ich- warum auch immer- meinen ursprünglichen Plan in die Tat umzusetzen.

Also stieg ich zur üblichen Zeit um 8.06 Uhr in den Zug gen Würzburg. In Schweinfurt wurde ich dann jäh aus meiner Samstagvormittags-Dösstimmung gerissen: Ca 5 rotgekleidete Jugendliche enterten den Zug und machten mächtig Rabatz. Ich dachte erst, dass es sich um Erfolgsfans des so verhassten Arroganzclubs aus der bayrischen Landeshauptstadt handelt. Doch völlig falsch: es waren Fans von RW Erfurt auf der Fahrt nach Eschborn(bei Frankfurt).
Gewisse rechte Sprüche(schürt den Ofen an) sorgten jedoch dafür, dass ich nicht unglücklich war, dass sich unsere Wege in Würzburg schnell wieder trennten....
Denn für mich ging es nach Stuttgart, wo ich pünktlich um 13 Uhr ankam. Schnell noch ne mäßig schmeckende Bratwurst vertilgt und es ging mit einer Stadtbahn(Mischung aus Strassen-, S-, und U- Bahn) fast direkt vor die Stadiontore. Ich entschied mich eine Karte für die überdachte Stehplatztribüne auf der Gegengerade zu kaufen. Da ich sehr früh im Stadion war ( knapp 1 Stunde vor Spielbeginn) blieb Zeit für eine genaue Groundbetrachtung:
Die fiel auf den ersten Blick recht positiv aus: Reines Fußballstadion, schmucke Haupttribüne, sonst aber nur Stehplätze, dazu witzige Bierwerbung(Schwaben-Bräu) auf den Flutlichtmasten. Negativ waren allerdings die hohen Zäune, sowie die flach verlaufenden Stehstufen. Dies sorgte doch für eine schlechte Sicht im Bereich der mir zugewandten Aussenlinie. Ich wechselte wohl mindestens 20 mal im Spiel meine Position- richtig zufrieden stellte mich keine. Warum bin ich auch nur 1.74m groß geworden?-Skandal.....

Zum Spiel: 2 Lattentreffer(1 auf jeder Seite) waren die Höhepunkte einer durchschnittlichen 1. Halbzeit. Nach dem Pausentee wurde das Spiel erst immer schlechter und ich befürchtete schon ein torloses Remis. Aber nach 75 Minuten konnten die Kickers nach einem Fehler eines Aalener Abwehrspielers mit 1:0 in Führung gehen. Das hatte zur Folge, dass ich sogar Rauchgeruch aus dem Kickers- Fanblock vernahm. Überraschend deshalb, da sonst die Aalener Fans viel lauter waren und den deutlich besseren Support machten. Leider hatte ich wegen der hohen Zäune weder in den einen, noch in den anderen Fanblock wirklich Einblick (deshalb musste auch die sonst übliche Angabe der Zahl an Gästefans entfallen) Vom Rückstand konnte sich Aalen nicht mehr erholen und die Kickers erzielten in der 82. Minuten durch einen Traumschuss in den Winkel noch das 2:0.

Nach dem Spiel wollte ich eigentlich noch in der Premiere-Kneipe am Stuttgarter Hauptbahnhof die Konferenz der 2. Halbzeit in der Bundesliga schauen. Leider lief aber nur das Spiel Köln – Stuttgart. Da zudem mein Zug nach Würzburg schon um 17.04 fuhr, und das –recht versiffte- Lokal total überfüllt war, verzichtete ich und setzte mich lieber ins Mc Donalds. Als ich dann in Würzburg in den Zug nach Münchberg umstieg, traf ich meine „Freunde“ aus Erfurt wieder. Ihre Mannschaft hatte verloren, so dass sie diesmal total still waren(zum Glück). Um 22 Uhr war ich wieder daheim.