Spielberichte  /  Inland

VfL Wolfsburg - Hannover 96

Holger  2003/12/14

VfL Wolfsburg – Hannover 96

1. Bundesliga
Volkswagen Arena
Zuschauer: 29800 (ca. 5000 Gäste)
Ergebnis: 2:1 (1:1)

Angesichts der Tatsache, dass es sich hier immerhin um ein Derby handelte, beschloss ich die Karte schon vorher im Internet zu erwerben. War wohl auch sinnvoll, da das Stadion immerhin fast ausverkauft war (Fassungsvermögen 30000). Weil sämtliche Sitzplätze nicht unter 20 Euros zu haben waren, war wieder Stehplatz angesagt. Da kostete die Karte moderate 6 Euro( mit den Versandkosten insgesamt 9).
Etwas Schwierigkeiten hatte ich beim Eruieren der Zugverbindung. Ich wollte ja wieder mit dem WE-Ticket so weit wie möglich (hier bis Leipzig) und dann den Rest gar mit „normaler“ Fahrkarte am Montagmorgen zurücklegen. Dummerweise waren alle Verbindungen ziemlich schrottig, und so entschied ich mich am Ende für eine Hinfahrt, wo man 6 mal(!) umsteigen musste, aber immerhin jedes Mal über 10 Zeit dazu hatte.
Irgendwie war ich, bedingt durch die Oberhausen-Fahrt und die folgenden Tischtennisspiele am Freitag und Samstag (siehe Bericht!)dermaßen demotiviert, dass ich fast- trotz Karte- auf die Fahrt verzichtet hatte…
Aber schließlich schaffte ich es am Sonntagfrüh doch mich aus dem Bett zu quälen zu um 8 Uhr in den Zug nach Hof zu steigen. Nach weiteren Umstiegen in Plauen, Leipzig, Halle erreichte ich um etwa 14 Uhr Magdeburg. Dort wurde mein Adrenalinpegel in ungeahnte Höhen getrieben. Ich spürte ein sehr dringendes menschliches Bedürfnis. Als ich mir danach die Hände waschen wollte, verlangte der Klotyp doch allen Ernstes zusätzlich zu den 50 Cent Toilettengebühr noch weitere 50 Cent fürs Händewaschen. SKANDAL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich hab ja echt nix gegen Ossis. Aber ist diese Ausbeutung der Dank dafür, dass wir wir armen Wessis Monat für Monat Soli zahlen müssen???? (OK, ich selbst hab noch nie so was gezahlt, aber psssst…. *g*)
Also wusch ich mir die Hände im nächsten Zug nach Oebisfelde( welch Weltstadt!). Dort noch einmal umgestiegen und kurz nach 16 Uhr war ich in der VW-Stadt. Dort war angesichts der Brisanz des Spiels doch ein umfangreiches Polizeiaufgebot zu verzeichnen, aber es blieb alles ruhig. Langsam machte ich mich auf den Weg gen Stadion, der wirklich perfekt ausgeschildert ist, so dass auch Menschen mit schlechtem Orientierungssinn, bzw. hohem Alkoholpegel diesen echt problemlos finden können. Dort angekommen begab ich mich in den Block (Wolfsburg- Fanblock, da ich die Karte ja über deren Homepage bestellt hatte), wobei ich seltsamerweise weder abgetastet wurde, noch meine Karte beim Betreten vorzeigen musste. Vom Ground selber war ich angenehm überrascht. Ich bin ja nicht so der Arenen-Fanatiker, aber diese hat echt die Bezeichnung Schmuckkästchen verdient. Nahe am Spielfeld, perfekte Sicht auch hinter dem Tor, wo ich stand, was will man mehr?
Das Spiel war durchaus ansehnlich, wobei der 2:1 Sieg des VfL Wolfsburg aufgrund der größeren Chancen verdient war. Der Support der Wolfsburg Fans war zwar nicht der Hit, aber nicht so schlecht, wie ich gedacht hätte.
Zufrieden, dass ich die Tour doch gemacht hatte, lief ich im Regen zum Bahnhof zurück. In Braunschweig schlug ich mir erst mal ordentlich den Wamst voll(1 Stunde Aufenthalt). Dann ging es über Magdeburg und Halle zurück nach Leipzig (Ankunft 1.20 Uhr). Jetzt begann der unangenehme Teil des Hopperdaseins, nämlich das Totschlagen von Zeit.
Mein Anschlusszug fuhr nämlich erst um 3.52 Uhr. Immerhin hatte das MC Donalds noch bis nach 2 Uhr auf. Den Rest der Zeit drückte ich relativ sinnlos am Fahrkartenautomat rum, bzw. döste vor mich hin.
Dann ging es endlich weiter und um 6.20 Uhr erreichte ich Hof. Ich war jetzt doch etwas KO, so dass ich gar nicht schnallte, dass am Nebengleis noch der Zug nach Münchberg wartete (er hätte eigentlich schon um 6.09 fahren müssen). Als ich meinen Irrtum bemerkte, war er schon weg. Aber mein Ärger hielt sich in Grenzen, denn so konnte ich mir noch den Kicker kaufen und traf auf Lissi, der auf dem Weg zur Arbeit war. Oh Mann, bin ich froh Student zu sein!! Ich stellte mir vor, dass ich jetzt arbeiten müsste- oh weia!!
Um 6.40 Uhr fuhr ein Bus nach Münchberg, ehe ich um 7.30 Uhr endlich in mein Bett fiel.