Spielberichte  /  Inland

SC Freiburg - Eintracht Frankfurt

Holger  2003/11/23

SC Freiburg - Eintracht Frankfurt

1. Bundesliga
Dreisamstadion
Zuschauer: 24800 (ca. 2000 Gäste)
Ergebnis: 1:0 (0:0)

Ich hab ja eine fast geniale Taktik entwickelt, um Bundesliga- Grounds zu machen. Statt am Samstag mit ICE für teures Geld rumzufahren, warte ich bis der Verein ein Sonntagsspiel hat, fahr mit WE Ticket, dann noch so weit wie möglich und den Rest der Strecke mit einem „normalen“ Ticket. OK, das ist zwar immer noch ziemlich teuer(DB sucks), aber man kann immerhin so 30 bis 40 Euros pro Tour sparen. Diesen Sonntag also sollte meine Reise nach Freiburg gehen. Allerdings stand ich vor dem gleichen Problem wie bei meiner Leverkusen- Reise: Kleines Stadion, fast immer ausverkauft. Also bestellte ich mir online ein Ticket über die Freiburg- HP. Die Frage, ob Steh- oder Sitzplatz war schnell beantwortet, da der billigste Sitzplatz 27 Euros(!!!!)kostete (Die spinnen die Breisgauer). Da waren die 8 Euro für Stehplatz doch deutlich angepasster. Allerdings kamen noch nervige 5 Euro Versandgebühr dazu(Muss man denn das Ticket denn unbedingt als Päckchen verschicken??)

Ich stieg also um 8.06 in Münchberg in den Zug und erreichte nach Umstiegen in Würzburg und Heilbronn gegen 14 Uhr Karlsruhe. Dort machten mich laute Gesänge(hauptsächlich Eintracht Fans) drauf aufmerksam, dass ich mich langsam dem „Einzugsbereich“ des Spieles näherte...

Um 16 Uhr kam ich in Freiburg an und begab mich gleich in die Straßenbahn Richtung Stadion. Ich war allerdings überrascht, dass trotz Sicherheitsstufe 1(Zitat eines Freiburg-Fans)sich die Polizeipräsenz doch im überschaubaren Rahmen hielt. Im Stadion schlug ich mir erst einmal den Bauch voll, bevor ich ca. 40 Minuten vor Anpfiff den Block enterte. Dabei handelte es sich um den Freiburg-Fanblock und er befand sich hinter dem Tor. Dieser gefielt mir, wie eigentlich das ganze Stadion, recht gut. Er erinnerte mich irgendwie an die Südtribüne im Westfalenstadion(natürlich deutlich kleiner!!). Da der Block trotz der relativ frühen Zeit schon brechend voll war, stellte ich mich zunächst in einem Treppenaufgang ganz seitlich, wurde aber prompt von einem Ordner verscheucht. Also stürzte ich mich ins Getümmel und fand tatsächlich einen Platz, wo ich gute Sicht hatte. Auf einen ausführlichen Spielbericht hab ich diesmal keine Lust. Nur soviel: Das Spiel war bestenfalls durchschnittlich und die ganzen Fehlentscheidungen des Schiris gegen Frankfurt nicht eindeutig feststellbar. Im Freiburg Block war die Stimmung gut, aber nicht überschwänglich. Auf jeden Fall hat der Stadionführer recht, in dem steht, dass das Gefahrenpotential dort gleich Null ist. Vielleicht hätte ich mich doch in den Frankfurt Block stellen sollen...

Nach dem Spiel dauerte es ewig, bis ich mich endlich in eine Straßenbahn gen Bahnhof gequetscht hatte. Oh Mann, ich hasse Grounds, die man nur per Straßenbahn erreichen kann (wie z.B. auch Schalke).Ich fordere einen sofortigen Bau einer S-Bahn (Nein, keiner U-Bahn!!!!). Dennoch erreichte ich pünktlich meinen Zug, um Richtung Frankfurt zu fahren. Bis Mannheim waren ständig BGS- Beamte dabei, damit die Eintracht- Fans auch keinen Dummheiten machen. Witzig war folgendes Ereignis: Ein Frankfurter hatte im Nichtraucherbereich geraucht, woraufhin der Schaffner 15 Euro (!!) Strafe haben wollte. Daraufhin lief der Fan, als der Schaffner bei der nächsten Haltestellen kurz raus musste, einfach in ein anderes Abteil, woraufhin ein wilde Suche begann. Leider kann ich nicht sagen, ob der Fan entkommen konnte, hab aber angesichts der zahlreichen BGS- Leute eigentlich wenig Hoffnung. Also Ihr Suchtlungen merkt Euch: Gerade wenn es nach dem Fahrplanwechsel nur noch Nichtraucherabteile gibt, haltet Euch im Zaum, es könnte teuer werden.....

Kurz vor Frankfurt hörte ich das Gejammer eines Eintracht- Fans, dass er jetzt noch über 1 Stunde warten , und dann mit einem Nacht-IC nach Aschaffenburg fahren müssen, wo er um halb 4 daheim sei. Daraufhin entgegnete ich, dass ich denselben Zug nehmen würde, aber erst um nach 8 Uhr morgends daheim sei. Er konnte überhaupt nicht fassen, wie man als Neutraler solche Touren machen könne. So kamen wir ins Gespräch, was half die nervige Wartezeit in Frankfurt zu überbrücken. Ich erzählte von meinen bescheidenen (ernst gemeint!!!!) Hopping- Touren, und erzählte ihm, dass es auf dieser Seite auch Berichte darüber gäbe. Hab aber keine Ahnung, ob er mal draufschauen wird. Egal, den Rest der Nacht passierte nichts mehr und um 8.10 Uhr kam ich KO, aber um einen Ground reicher, in Münchberg an.