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Energie Cottbus - Kickers Offenbach

Holger  2005/12/11

Energie Cottbus - Kickers Offenbach

11.12.05 2. Bundesliga
Energie Cottbus - Kickers Offenbach 1:2 (0:1)
Stadion der Freundschaft 7950 Zuschauer (ca. 100 Gäste)


An diesem Wochenende stand zum ersten mal seit längerem wieder Hopping per Zug auf dem Programm. Allerdings war der Samstagsausflug nicht so wirklich zufriedenstellend. Er führte mich nach Alzenau (Nachbarort von unserem Landesligakonkurrenten Kahl) zum Spiel FC Bayern Alzenau – Hessen Kassel. Diese spielen – im Gegensatz zu Kahl- seit einigen Jahren im Bereich des hessischen Fußballverbandes (Entfernungen gering)- und seit dieser Saison sogar in der Oberliga.
Doch zu meinem großen Ärgernis fand das Spiel nicht im – allerdings auch nicht wirklich tollen- Stadion statt, sondern auf dem Nebenplatz. Deshalb sollen über diese Tour auch nicht viele Worte verloren werden. Außer vielleicht, daß Kassel 3:0 gewann und etwa 100 der 400 Zuschauer aus Kassel waren, die aber – außer Papierschnipselwürfen nach den Toren- für wenig Stimmung sorgten.
Aber nun zum Sonntag: Um 6.40 Uhr morgens stieg ich in Münchberg in den Zug nach Hof. Dort traf ich auf Stefan (Töpen), der noch einen Kumpel aus demselben Ort mitgebracht hatte (Vorname ist mir leider entfallen- Sch... Alzheimer!). Von dort ging es erstmal direkt nach Dresden, wo das A-Jugendspiel zwischen Dresden Nord und Rostock im Jägerpark auf dem Programm stand. Dabei wurde die Zeit mit Schafkopf spielen und Lästern über Weihnachts-marktbesucher totgeschlagen. Dort in der sächsischen Hauptstadt Hektik: Unser Zug hatte knapp 10 Minuten Verspätung, weshalb ein heftiger Sprint zur S- Bahn nach Dresden Neustadt nötig war. Dort zu spät- sie war schon weg. Da es vom Hbf. bis zum Jägerpark ewig weit ist, und die nächste S-Bahn zu spät fuhr, um zur zweiten Halbzeit einzutreffen, blieb nur die Option Taxi. Die Kosten hielten sich mit 9,60€ einigermaßen in Grenzen, schließlich waren wir ja zu dritt. Und so kamen wir sogar noch während der ersten Halbzeit- kostenlos- ins Stadion.
Der umgebaute Ground ging eigentlich: Vom Spielfeld gehen Erdhänge zu den Stehplätzen nach oben. Dabei war auf der einen Seite eine kleine Sitztribüne eingebaut, auf der anderen der eingezäunte Gästeblock, der aber irgendwie einen mickrigen Eindruck machte. Stimmung war – wenig überraschend- gleich 0 (30 Zuschauer). Nur als die Heimelf ein 0:3 wettmachte und in letzter Minute der Ausgleich machte, kam große Freude besonders bei den Jungs von DD- Nord auf.
Anschließend ging es per pedes zurück zum Bahnhof Neustadt. Dabei zog sich die Strecke wie Kaugummi (30 Minuten!). Aber zum Glück hatten wir genug Zeit um problemlos den Zug nach Cottbus zu erreichen, wo wir 10 Minuten vor Anpfiff (15 Uhr) eintrafen. Erfreulicherweise ist das Stadion dort ziemlich in Bahnhofsnähe, so daß wir kurz nach Spielbeginn im Stadion war. Dabei hatten wir Stehplätze hinter dem Tor mit guter Sicht. Überhaupt gefiel mir der Ground sehr gut. Ein reines Fußballstadion- geil besonders die neu erbaute Sitztribüne über den Stehrängen auf der Gegenseite.
Das Spiel war in der ersten Halbzeit wenig erwärmend. Offenbach hatte keine Torchance, führte aber trotzdem 1:0, da ein Cottbusser Abwehrspieler eine zu kurze Kopfballrückgabe fabrizierte. Kurz nach der Pause erhöhten die Gäste durch einen Konter auf 2:0. Danach wurde das Spiel besser. Cottbus gab nicht auf und spätestens nach dem 1:2 per Elfmeter war auch mächtig Hektik auf dem Feld. Doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Auf den Rängen blieb es recht ruhig. Von irgendwelchen gefährlichen Cottbusser Kategorie C Fans nix zu merken.
Nach dem Spiel blieb noch Zeit im Bahnhof eine Currywurst zu verspeisen (1,35 €). Diese Stärkung war auch dringend nötig, sollte es doch leider – mal wieder- Zugprobleme geben:
Zunächst standen wir kurz vor dem ersten Umsteigebahnhof (Falkenberg/Elster- was für ein Nest!!) 20 MInten in der Pampa (irgendwelche Bauarbeiten im Bahnhof), so dass ich fürchtete den Anschlußzug nach Leipzig zu verpassen. Doch der hatte auch stolze 35 Minuten Verspätung!!
Dies hatte das nächste Problem zur Folge, denn wir hatten in Leipzig nur 30 Minuten Umsteigezeit. Ich quatschte die völlige überforderte Schaffnerin voll, daß wir unseren Anschlußzug nach Hof unbedingt erwischen müßten, da es der letzte sei.
Doch kurz vor Leipzig teile sie uns mit, daß er NICHT warten würde => SKANDAL. Doch zum Glück fahre ich schon lange und oft genug Zug, um wissen, daß dies besser erstmal zu überprüfen sei.Also rannten wir zum Gleis, und siehe da: Dort stand er noch! Welche Erleichterung!!
Aber trotzdem: Ich finde es eine absolute Frechheit von dieser Schaffnerin, die Reisenden mit derartigen Falschinformationen zu versorgen. Leider hatte ich mir den Namen nicht gemerkt, sonst hätte ich mich beschwert. So geht’s doch nicht! Insgesamt war ich allerdings dennoch mit der Tour zufrieden, als ich um 23.20 wieder meinen Heimatort Münchberg erreichte.