Spielberichte  /  FC Bayern Hof

FC Bayern Hof - Würzburger FV

Emil  2003/11/01

Zukunft Holztribüne???

Bayernliga
Stadion: Grüne Au
Ergebnis: 5:2

Hohe Erwartungen wurden in den heutigen Tag gelegt: Christoph und Steifi waren seit langem mal wieder dabei und zudem sollte die Holztribüne gerockt werden. Und wenn dann die Mannschaft noch gewinnt, besteht sogar noch ein bißchen Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Doch fangen wir um 7:50 Uhr in Nürnberg an. Selten bin ich so früh losgefahren. Doch das ist noch nichts gegen die Münchner Fraktion (6:48 Uhr). In Marktredwitz habe ich mir dann kurz die Stadt angeschaut, um die Zeit bis zum Zug aus München zu überbrücken. Da heute absolutes Bierverbot während der ganzen Hinfahrt verhängt wurde, kamen wir erstaunlich fit um halb 11 Uhr in Hof an. Als Grundlage gab es Schweinebraten und (endlich!) das erste Bier im Bürgerbräu. Die Zeit wurde mit ernsthaften Diskussionen (z.B. über den Papst!) verbracht und nach zwei Bier machten wir uns auf den Weg in’s Japsisstein, wo schon Afrob auf uns wartete. Es ist immer wieder schön, wenn sich jmd. an uns erinnern kann und die Bedienung, die aussieht wie der Rapper Afrob freut sich jedesmal uns zu sehen. Noch ein Bier gezischt und es ging in die Stadiongaststätte, wo schon die ersten Würzburger gut gelaunt anzufinden waren, sowie der Pimpf , der vermutlich auch nicht gerade das erste Bier getrunken hat. Langsam stieg wieder das alte Kribbeln den Bauch empor und irgendwie hatte ich ein gutes Gefühl, dass wir heute den WFV wieder mitten rein in die Abstiegszone schießen.

So gegen 14 Uhr ging es dann in’s Stadion, wo sich langsam der harte Kern versammelte. Der Fanshop hatte auch mal wieder auf und man deckte sich mit Mützen und Schals ein. Christoph kaufte wieder eine Menge Aufkleber, um in München die Bayern Hof Mission voranzutreiben, indem er auf jedes Auto das Vereinswappen klebt (glaubt es oder glaubt es nicht!). Babs machte heute mit einem total neuen Outfit auf sich aufmerksam (natürlich positiv) und so stand einem erfolgreichen Nachmittag eigentlich nichts mehr im Wege, außer daß unser „Anheizer“ Benny fehlte (zumindest war er entschuldigt) und sein „Ersatzmann“ Lissi doch noch sehr angeschlagen wirkte und es auch war (Scheiß Halloween!).

Zur Begrüßung der Mannschaft gab es eine wochenlange eingeübte Klopapierrollen-Choreographie, wobei es noch kurz vor Spielbeginn heftige Diskussionen gab, ob zwei-oder dreilagiges besser geeignet ist! Leider war kein Unterschied festzustellen, wobei m.E. für unser heißgeliebtes Team das beste nicht gut genug sein kann!
Nur schade, dass mal wieder keiner einen Fotoapparat dabei hatte. Kaum hatte der Ordner das Spielfeld gesäubert, setzte sich Wallasch auf der rechten Seite gegen 7-8 Gegenspieler (vielleicht waren es auch nur 3-4!) durch und schoß unhaltbar zum 1:0 ein. Wahnsinn. Begeisterung pur. Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Lissi meinte danach sogar, es hätte auch 8:7 für uns ausgehen können, wobei ich mich ehrlich gesagt nicht so gut daran erinnern kann, dass der WFV so viele Chancen hatte. Aber egal. Für uns schossen noch einmal Wallasch, Stachel, Preuß und der eingewechselte Bröms die Tore. Endstand 5:2. Was der Sieg wirklich wert ist, wird man aber erst nächste Woche gegen die Altstadt sehen (Gino saß übrigens direkt neben uns und hat lieber mit zwei Damen geflirtet, als sich das Spiel anzuschauen – uns kann das nur recht sein).

Die Stimmung auf der Holztribüne war gut, ist aber v.a. quantitativ noch ausbaufähig. Interessant fand ich, dass die Stehplatz-Fans auch desöfteren ihren Mund aufgemacht haben. Anscheinend wurden sie durch uns angespornt. Kann ja für die Unterstützung der Mannschaft nur von Vorteil sein. Die Mannschaft bedankte sich übrigens zuerst bei uns, was wohl ein eindeutiges Zeichen dafür ist, wer heute besser supportet hat.
Auch die Würzburger haben v.a. zu Beginn ihre Mannschaft sehr gut angefeuert und rein objektiv muß man sagen, dass sie wesentlich lauter als unsere Lieblingsgäste aus Bayreuth sind.

Nachdem Spiel in der Kerng brodelte mal wieder die übliche Gerüchteküche, begünstigt v.a. durch die Anwesenheit Norbert Schlegels. Natürlich wäre es ein Traum, wenn er wiederkommen würde. Auch die Mannschaft scheint sich nach ihm zu sehnen, aber prinzipiell habe ich kein gutes Gefühl, eine Mannschaft zu besitzen, die alle Hoffnungen nur auf eine bestimmte Person setzt, anstatt sich mal selbst mal zusammen zu reißen und alles zu geben. Ich habe das Gefühl, dass wenn der Trainer nicht auf die Eitelkeiten einzelner Spieler eingeht, sie ihm das Leben schwer machen und auf stur stellen. Und das kann nicht sein.

Zwei Bamberger, Markus und ich wechselten dann noch in die Stadiongaststätte auf einen Absacker und glücklich fuhr ich dann mit dem letzten Zug nach Hause. Jetzt noch mind. 5 Punkte aus den drei Spielen gegen Bayreuth, FFB und Fürth und wir haben im neuen Jahr noch eine Chance! Und wer weiß vielleicht dann schon mit Norbert Schlegel.