Spielberichte  /  Ausland

K.A.S.1945 Eupen - K.V.Oostende

Junior-Hofer  2003/09/27

Belgien: K.A.S.1945 Eupen - K.V.Oostende

Belgien: Div.II Nationale Afd
Stadion: Stadion am Kehrweg
Ergebnis: 1:3 (0:0)

Nach von mir grösstenteils verschlafener Fahrt erreichte unser Trio gegen 19.00 Uhr die belgische Kleinstadt,
wo man dank meines Erinnerungsvermögens den Ground am Kehrweg ohne grössere Probleme fand.Dieser bietet neben der Haupttribüne je eine kleine Tribüne auf der Gegengeraden,und hinter einem der Tore,sowie einige unüberdachte Stehtraversen.Für läppische 7,50 € bekam man schließlich Einlaß gewährt,und dazu noch ein nettes,zweisprachiges Stadionheft ausgehändigt,welches man in der in die Tribüne integrierten Kneipe bis zum Anpfiff etwas näher unter die Lupe nahm.
Zum Einlaufen der Teams präsentierten die Eupener Nachwuchs-Supps ein Spruchband"Heute die nächsten 3 Punkte-Zebras".Naja,vom Hocker riss es keinen von uns.Umso überraschter war man vom Dauersupport der Heimfans,die-unterstützt von einigen Aachenern-so mancherlei gen Himmel schmetterten.Besonders erfreut war ich natürlich von meinem Lieblings-Song,der von einer gewissen Katharina Lotze handelt,die aufgefordert wird,doch mal bestimmte Teile ihres Körpers zu zeigen...immer wieder geil;-)
Der Kick war erfreulicherweise das krasse Gegenteil zum BuLi-Spiel am Nachmittag-es wurde gefightet,
gegrätscht,und-siehe da-man bekam sogar etliche Torraumszenen zu sehen.Die grösste Chance vergaben die Gäste kurz vor der Pause,als der Eupener Keeper den ersten Schuß abwehrte,und der Gäste-Angreifer anschließend gleich zweimal am Gebälk des Tores scheiterte.
Nach 50 Minuten setzten dann die Grenzstädter den ersten Stich,und gingen etwas überraschend in Führung.
Doch fast im Gegenzug konnte Oostende ausgleichen,und am Ende durften die ca.30 mitgereisten Fans einen 1:3-Auswärtssieg bejubeln.Für uns ging es nun weiter über holprige Strassen nach Kelmis,verspürten wir doch ein grosses Verlangen nach belgischer Esskultur.So kam man zehn Minuten vor Schließung am"Goldenen Hahn"an,und orderte in gewohnter Vielfräßigkeit erstmal Fritten mit Sauce Andalouse,und einem Mexicano.
Einfach nur geil,auch wenn unserem verwöhnten Rodi die Pommes etwas zu kartoffelig waren.
Dafür konnte er sich beim Bezahlen freuen,denn all diese Leckereien schlugen lediglich mit 3,50 € pro Person zu Buche!Dafür wird die Weiterreise in's bereits erwähnte Hotel unseren Zico wohl teuer zu stehen kommen,
wurde er doch in Aachen von einem fiesen Blitzer erwischt.
Angekommen in der Domstadt wollte man-wie üblich-das gebuchte Doppelzimmer mit drei Personen belegen,
hatte aber die Rechnung ohne den Nachtportier gemacht.Da dieser das Hotel nur nach Klingeln öffnete,gingen Zico und ich erstmal voraus,um die Lage zu checken.Rodi sollte etwas später nachkommen,und sich als Freund von uns ausgeben,der uns noch auf ein Bierchen besuchen wollte.Das wußte aber besagter Portier zu verhindern,indem er uns auf dem Zimmer anrief,und uns mitteilte,dass Besuche nicht gestattet seien.Hallo,sind wir hier im katholischen Zeltlager???Zwar hatte sich unser leidgeplagter Mitstreiter bereit erklärt,im Falle eines Falles im Hotel"Astra"zu nächtigen,aber in der Annahme,dass alles klappen würde,hatten wir seinen Schlafsack und die Autoschlüssel mit auf's Zimmer genommen,und dieser miese kleine Nachtwächter behielt unseren Rodi ständig im Auge.So wartete man auf einen geeigneten Augenblick,und warf den Schlafsack nach unten,wo unser Compadre aus dem Gebüsch hüpfte,sich die Penntüte grabschte,und panisch davonsprintete.
Ein Bild für die Götter!Zico und ich hatten jedenfalls unseren Spaß an der Aktion,die wir ein paar Minuten später mit dem Schlüssel wiederholten.
Nachdem unsere Lachattacken abgeklungen waren,klatschten wir uns hundemüde in die Kojen,und da auch das Fernsehprogramm nichts mehr hergab,fand man gegen 02.00 Uhr den Schlaf der Gerechten...