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FC Twente Enschede - Roosendaal BC

Holger  2005/12/26

FC Twente Enschede - Roosendaal BC

26.12.05 Eredivisie (1. Liga Holland)
FC Twente Enschede - Roosendaal BC 4:1 (2:0)
Arke Stadion 12000 Zuschauer (ca. 15 Gäste)


Also schnell raus aus dem Utrechter Stadion und zum Auto geeilt. Doch die Fahrt nach Enschede wurde jäh gestoppt: Kurz hinter Utrecht zähfliessender Verkehr auf der Autobahn. So ein Mist! Es ging kaum voran und die Minuten verronnen. Als wir das Spiel schon fast abgeschrieben hatten, endlich freie Fahrt. Zum Glück hatte ich am Freitag vor der Tour auf der Geschäftsstelle in Enschede angerufen und mir Karten reservieren lassen. Denn ich hatte im Groundhopping Forum gelesen, daß es dort oft eng mit Karten wird(Fassungsvermögen des Stadions nur 13500) und auch erfahrenere Hopper schon nicht ins Stadion kamen. Normalerweise halte ich ja nicht viel von diesem Forum, da jeder Neuling, der es wagt eine mehr oder weniger sinnvolle Frage zu stellen, sofort gnadenlos niedergemacht wird. Aber ab und zu hat es zugegeben nützliche Tipps parat. Dummerweise hatte ich auch keine Ahnung, ob meine Reservierung aufrechterhalten wird, da mich die freundliche Frau am Telefon eindringlich ermahnt hatte, nicht zu spät zu kommen. Problematisch zudem, daß in Holland Tempolimit 120 auf Autobahnen herrscht und Geschwindigkeitsüberschreieitungen absolut nicht zu empfehlen sind (20km zu schnell kosten 100€!!). Aber dennoch kamen wir 15 Minuten vor Anpfiff in Stadionnähe an. Martin und ich eilten zur Reservierungsstelle, während die anderen beiden einen Parkplatz suchten. Allerdings war direkte Weg zum Stadion (eine Bahnunterführung; dierekt neben dem Ground befindet sich nämlich ein Bahnhof-sehr praktisch für Zugreisende?) durch ein Drehkreuz versperrt. Deshalb mußten wir ewig aussenrumlaufen, was meine Nervosität noch mal steigerte. Doch wir hatten Glück: Unsere Tickets lagen tatsächlich noch bereit. 19,50 Euro (das waren noch die billigsten => Wucher!) ärmer, aber immerhin fast pünktlich zum Anpfiff im Stadion.
Der Ground war eine Nummer kleiner als der in Utrecht. Man saß zwar näher am Spielfeld (hinter dem Tor), aber deutlich eingeengt. Geil waren die vielfarbigen Sitzschalen und die Komplettüberdachung, sonst nix Besonderes. Sehr negativ die zu kleinen und versifften Klos. So mußte ich die komplette Halbzeitpause unter der Gefahr erdrückt zu werden warten, ehe man endlich sein Geschäft verrichten konnte. Das Spiel verlief sehr einseitig: Die schwachen Gäste (abgeschlagen Letzter mit nur 4 Punkten) waren in allen Belangen unterlegen. Nur nach dem 3:0 kamen sie kurzzeitig besser ins Spiel, so daß auch der Ehrentreffer gelang.
Der schlechte Tabellenstand und die Tatsache, daß Roosendaal am anderen Ende von Holland liegt, waren wohl auch der Grund, daß der Gästeblock fast leer blieb.
Schon kurz vor dem Abpfiff ging es für meine “souveniergeilen“ Mitfahrer in den Fanshop. Ich dagegen verzichte aus Kostengründen auf den Kauf von Wimpel und Co.- Hoppen ist eh schon teuer genug- und blieb bis zum Abpfiff. Danach fuhren wir Richtung Arnheim, wo am nächsten Tag Spiel 3 der Tour stattfinden sollte. In einer Kleinstadt (Zevenaar), die 12 km von Arnheim entfernt liegt, hatte ich – nach etlichen Schwierigkeiten- ein passendes Hotel eruiert. Denn auch die Hotels haben – wie fast alles im Nachbarland- absolut keine Hartz 4 Preise. Das Hotel war sehr genehm, 3 Sterne, sehr saubere und komfortable Zimmer mit großem Bad und Dusche. Und das für knapp 25€ pro Mann (inklusive Frühstück). Gut für manche wohl immer noch zu teuer, aber ich war damit absolut zufrieden. Nur bei der Belegung der Doppelzimmer gab es Uneinigkeit, da ich 1 Raucher- und 1 Nichtraucherzimmer gebucht hatte. Dummerweise waren aber außer mir nur Raucher am Start, aber Martin erkläre sich bereit mit mir das Nichtraucherzimmer zu teilen, nachdem er festgestellt hatte, daß es mit 3 Mann im Doppelzimmer bettentechnisch doch etwas eng werden würde. Vor der Nachtruhe quälte Martin, Stefan und mich haben noch böser Hunger, der unbedingt gestillt werden mußte. Nach einigen Schwierigkeiten wurde tatsächlich ein Dönerladen eruiert, doch der Preis ließ mich erschaudern: 4,50€!!! Also wichen wir lieber auf Pizza Margarita zum Mitnehmen aus. Die kostete zwar auch 4,20€, war aber groß und lecker. Da nix Gescheites im TV kam, und zudem die Fernbedienung fehlte (SKANDAL!) fand ich mich auch alsbald im Reich der Träume wieder.
Gute Nacht!