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BHFC  2008/11/24

Aus aktuellem Anlass: B.H.F.C. zum Thema "Markus Stettner"

Hallo, Sportfreunde!

Vor einigen Tagen flatterte uns eine Mail unseres Forumsproviders ins Haus, in der uns angedroht wurde, unser Forum zu deaktivieren, da dort mehr oder weniger gezielt Rufmord gegen eine Person betrieben würde, und diese sich nun beschwert habe. Tatsächlich fand sich im Anhang eine Beschwerde-E-Mail, Absender war ein in Hof nur allzu gutbekannter Herr, nämlich Markus Stettner. Dieser monierte gegenüber unserem Provider, dass wenn er seinen Namen "googeln" würde, die ersten beiden Einträge aus unserem Forum erscheinen würden, und diese eindeutig einen Rufmord darstellen würden. Desweiteren drohte er mit weiteren rechtlichen Schritten, sollte sein Name weiter "in den Dreck gezogen" werden.

Unverständlich der jetzige Zeitpunkt, da diese Threads schon Jahre existieren und momentan nicht Thema aktueller Diskussionen waren. Damals haben die Admins übrigens alle Beiträge, die unter die Gürtellinie gingen, ordnungsgemäß entfernt. Die verbliebenen Beiträge ensprechen entweder den Fakten oder den persönlichen Meinungen der User zu diesem Thema.

Nach interner Beratung sind wir zu dem Entschluss gekommen, die entsprechenden Threads zu löschen, allerdings werden wir uns den Mund von Herrn Stettner nicht verbieten lassen und deshalb nachfolgend den Sachverhalt, um den es geht, explizit erläutern.

Markus Stettner war von 2001-2005 Fanbeauftragter des FC Bayern Hof. In dieser Position war er massgeblich an der sogenannten "Glühbirnenaktion" beteiligt, bei der die Fans für ihre Spende symbolische Glühbirnen erwerben konnten, um so eines Tages das heimische Stadion im Schein eines Flutlichtes erstrahlen zu lassen. Das Geld sollte laut Herrn Stettner 1:1 an den damaligen FC Bayern Hof gehen. Eingezahlt werden konnten die Beträge entweder auf der Geschäftsstelle des Vereins, oder per Überweisung auf ein auf den Namen von Herrn Stettner angemeldetes Konto bei der Stadtsparkasse Hof. Wieviele Fans genau sich an der Aktion beteiligten lässt sich im Nachhinein schwer feststellen, da auch einige Herrn Stettner das Geld im Stadion in bar aushändigten, wobei zumindest zwei Personen bekannt sind, die auf diese Weise 100 DM zahlten. Insgesamt hatten sich bis zum 11.11.2001 jedoch nach schriftlicher Aussage von Herrn Stettner bereits 40 Personen an der Aktion beteiligt. Letztendlich sammelte sich ein Betrag von ca. 4000 Euro an. Lange Zeit hörte man nichts mehr von der Aktion, bzw.man ging davon aus, dass das Geld noch auf dem angegebenen Konto liegen würde.

Dann jedoch kam der 16.05.2005. An diesem Tage trat der FC Bayern Hof zum Spitzenspiel der Landesliga Nord beim Würzburger FV an. Um längere Schlangen am Eingang zum Gästebereich zu vermeiden, hatte der WFV Herrn Stettner vorab einige Eintrittskarten übersandt, um diese an die Gästefans zu verkaufen. Das Geld sollte anschliessend wieder an den Würzburger FV gehen. Ebenso bekam er vom FC Bayern Hof ein Kontingent an Fanartikeln, um diese während der Fahrt ebenfalls den Fans anbieten zu können. Leider kamen die eingenommenen Gelder jedoch nie bei den Vereinen an, und erst, als die Würzburger Kontakt mit dem FC Bayern Hof aufnahmen, kam ans Tageslicht, dass die kompletten Einnahmen in Herrn Stettners eigene Tasche gewandert waren. Der Verein reagierte sofort, indem er Markus Stettner von seinem Amt enthob. Auf eine Anzeige wurde im Hinblick auf zuvor geleistete Dienste- wie wir rückblickend sagen müssen leider- verzichtet.

Allerdings kam nun erneut die Frage auf, was denn mit unserem Flutlichtgeld passiert wäre. Den Ausgang kann sich jeder denken- es war ebenfalls "verschollen". Dass die Fans entsprechend aufgebracht waren (sind) und ihren Unmut entsprechend auch im Forum ausdrückten, erscheint in diesem Zusammenhang nur allzu verständlich. Auch Markus Stettner, der anfangs immer behauptete, "eine reine Weste zu haben", hat vor einigen Wochen gegenüber einem unserer Mitglieder zu Protokoll gegeben, dass er damals "in finanziellen Schwierigkeiten" gesteckt habe, da auch sein zu diesem Zeitpunkt geführtes Geschäft nicht wunschgemäss lief und schliessen musste. Allerdings habe er mit dem Verein eine Rückzahlungsregelung für die durch den Verkauf der Eintrittskarten und der Fanartikel eingenommenen Gelder getroffen, die ihn letztendlich vor einer Anzeige gerettet habe.

Nun wird sich der eine oder andere Leser fragen, warum nicht von Fanseite ebenfalls juristische Schritte geprüft wurden. Leider müssen wir uns in diesem Falle eine gewisse Mitschuld geben, da gerade bei den bar eingezahlten Summen keine Belege existieren. Wer damals Geld auf das Konto der Sparkasse eingezahlt hat und hiervon noch einen Kontoauszug oder evtl. noch eine Spendenquittung besitzt, möge sich doch bitte unter flutlicht@bhfc.de melden.

Wir werden auch künftig nicht müde werden, die Erinnerung an dieses Thema aufrecht zu erhalten.


B.H.F.C. im November 2008