Aktuelles  /  Artikel & Kommentare

Andi  2008/05/05

Interview mit Claus Lippert

Hallo Herr Lippert. Wie ist die Ihre Stimmung bzw. die Stimmung im Verein nach der Niederlage am Wochenende?

Die Stimmung war natürlich schlecht, da man in diesem wichtigen Spiel drei Punkte erwartet hatte. Aber was soll's, wer am Boden liegt kann auch wieder aufstehen.

Neben dem Spiel in Kempten war das Heimstetten-Heimspiel das Wichtigste der letzten Wochen und es sehr ärgerlich dass Bayern Hof gerade da verliert. War es aber nicht abzusehen, dass die hervorragende Serie irgendwann reißt bzw. war der Druck zu groß, unbedingt gewinnen zu müssen?

Irgendwann reißt sicherlich jede Serie; dass es leider zu einem unglücklichen Zeitpunkt passiert ist, ist sehr tragisch. Ich glaube nicht, dass der Druck für die Mannschaft zu groß war. Wir hatten an diesem Tag einfach nicht die passenden Mittel, um Heimstetten zu knacken.

Unter Trainer Voigt scheint es Ruck durch die Mannschaft gegangen zu sein. Wie beurteilen Sie die Arbeit von Herrn Voigt und wie ist Ihre Meinung zu den Neuzugängen, die in der Winterpause geholt wurden?

Die Arbeit von Trainer Michael Voigt ist sicherlich als gut zu bezeichnen. Dies zeigen alleine die Resultate nach der Winterpause. Die Neuzugänge haben sich meiner Meinung nach auch sehr gut integriert. Sicher der eine etwas mehr als der andere. Aber im großen und ganzen wurde die Mannschaft verstärkt.

Die Mannschaft hat in den letzten Wochen viel Kredit bei den Fans zurückgewonnen. Dazu haben auch erheblich die von Dinamo Bukarest ausgeliehenen Spieler beigetragen. Werden diese Spieler auch nächste Saison für Bayern Hof spielen? Oder will Dinamo Bukarest seine „Leihgaben“ wieder zurück? Hängt eine Entscheidung auch mit dem Verbleib in der Bayernliga zusammen?

Bezüglich unserer rumänischen Spieler ist noch alles offen, wobei gute Chancen bestehen, diese zu halten. Hierbei muss aber sicher abgewartet werden in welcher Liga wir spielen. Es ist ja nicht nur eine Frage für die Spieler, ob sie bleiben wollen, sondern auch eine Frage der finanziellen Möglichkeiten.

Auch auf Fanebene hat sich einiges getan (Installation eines Fanrates, mehrere Busse zu Auswärtsfahrten etc.), umso erstaunlicher, weil es in einer Zeit geschah, als der Verein sportlich am Boden war. Wie beurteilen Sie die Entwicklung?

Die Zusammenarbeit auf Fanebene fand ich sehr positiv. In konstruktiven Gesprächen hat man den Weg der "Kleinen Schritte" gewählt zur Verbesserung der Kommunikation mit den Fans. Dies läuft sehr gut an und ich würde mir wünschen, dass es so weiter geht.

Zum Auswärtsspiel in Würzburg hat die Firma Lippert einen kostenlosen Fanbus in Aussicht gestellt. Dafür schon einmal ein herzliches Dankeschön! Warum haben Sie sich zu diesem Angebot entschlossen?

Den Fanbus für das Würzburgspiel stelle ich gerne zur Verfügung, da es für mich ein "Kleines Dankeschön" für die Fans ist und ich will auch meine Wertschätzung für die Unterstützung in den letzten Wochen in dieser Art zum Ausdruck bringen. Nochmals recht herzlichen Dank an alle Fans.

Schaffen wir noch den Klassenerhalt? Wie wichtig wird in den nächsten Wochen der Pokal genommen? Wird im Pokal die beste Mannschaft zu sehen sein, oder werden einige Spieler geschont?

Selbstverständlich sehe ich noch eine berechtigte Chance auf den Klassenerhalt. Immerhin sind noch 12 Punkte zu vergeben und ich gehe davon aus, dass wir es schaffen - ob auf direktem Wege oder über die Relegation.
Der Pokal ist natürlich auch eine wichtige Veranstaltung und es wäre schön, wenn wir auch hier weiterkommen und vielleicht in die erste DFB-Pokalrunde einziehen würden. Dies wäre für die Fans schön und auch finanziell sehr gut für unseren Verein.
Ich wünsche mir natürlich, dass wir beide Ziele erreichen: Klassenerhalt und DFB-Pokalrunde. Es wird natürlich auch im Pokal nicht leicht, da mit der SpVgg Selbitz ein Gegner wartet, für den dieses Spiel das "Spiel des Jahres" ist. Selbitz wird nichts unversucht lassen, uns ein Bein zu stellen. Insofern müssen wir konzentriert zu Werke gehen, um diese Aufgabe zu bewältigen.

Vielen Dank für das Interview.